♥ensangelegenheit.: Vorsicht, geladen. sprach's & schoss.


Mittwoch, 22. September 2010
Vorsicht, geladen. sprach's & schoss.

Herr Oh. und ich waren gemeinsam im Urlaub.
3 Stunden Sauna, Wasser und Urlaubsfeeling.

Die Paradedisziplin.
Die Akne, das Schwimmbad & ich.
DIe nackte Wahrheit.


Schonungslos nackt.
Oben wie unten.

Keine Bekleidung,
kein Make-up,
kein 'Schutzwall'.
Nicht's zum verstecken festhalten.

Architektenlichtschwimmbadkonstrukteure
scheinen sich durchaus Gedanken zu machen,
wenn es um die optimale Ausleuchtung geht.
Das Fräulein dankt.

Es dauert nicht lange,
dann gewöhnt man sich an jenes nackt
und möchte gerne unendlich so schwerelos weiter treiben schweben.

'Geh weg!
...die schmeissen uns sonst noch raus.'

spricht's irgendwann mahnend.
Ach sieh an,
auf einmal wäre ich die Sau, oder wie?

Schon schwer jenes nackt.
denkt das Fräulein
und lässt sich
-zumindest für eine kurze Zeit-
vertreiben.

'Du hast mir nichtmal eine Karte geschrieben.'
sagt er irgendwann.
'Stimmt. Geht aber auch schlecht ohne Adresse.
Oder wohin hätte ich sie schicken sollen?!'
Er lacht: 'Stimmt,
aber eine SMS hättest du ja wenigstens schreiben können.
Hab ich dir ja,
aus meinem Urlaub,
auch.'
'Stimmt.
Und stimmt,
hätte ich tun können...'
Ich hatte auch kurz ernsthaft daran gedacht,
irgendwann auf der Strada,
zwischen Firenze & Modena,
es dann aber vergessen später machen wollen.


85°c. Wasser. Dampfbad. Dösen. Wasser. 95°c. Wasser.
Entspannung pur.
Brav. Natürlich.

'..wenn du müde bist,
wirst du plötzlich ganz still...'
spricht's danach
und streicht mir sanft durch den Schopf.


Ich war fest davon überzeugt,
dass ich wieder fahren werde.

Ich war wirklich müde.

Er streicht mir über den Oberarm,
und wünscht mir eine gute Nacht.
Seine Finger suchen meine
und die Uhr schlägt nichtmal 0:30,
als wir schlafen.
als Herr Oh. schläft.
und ich mich so plage.
Die ganze Nacht,
mit all den gebuchten Kleinigkeiten.
Dass ich mir das Schlaf finden schwer fällt,
wenn mich dabei 100kg festhalten.
Das Schlaf halten schier unmöglich ist,
wenn es neben einem schnarcht.
Und man dabei unweigerlich,
sofort,
an das Seitenfach seiner Reisetasche denken muss:
Ohropax, welch ein göttliches Geschenk sie doch sein könnten.

Und die Tatsache,
das Schlaf unmöglich erholsam sein kann,
wenn man,
irgendwann gegen Morgendämmerung,
die Augen öffnet
& -mal wieder- über sich selbst erschrickt.
Schlafen wird zum Balanceakt
und der Nachttisch zum Kopfkissen.
Keine Sorge. Nur Herr Oh. flüstert es mir leise
und ich bin irgendwie über mich selbst enttäuscht.
Ich möchte weinen.
Ich atme kurz tief durch
und überwinde mich
richte mich wieder aus.
rutsche dann,
langsam,
rücklings in Richtung Oh. Bettmitte.
Sein Arm folgt prompt
und ich mache einfach nochmal die Augen zu.

Es ist noch nicht hell dämmrig,
sein Wecker klingelt
und das Fräulein nicht weiß,
was sie jetzt tun soll.
wie sie jetzt handeln soll. muss.
Als erste das Bett verlassen?
Ihm den Vortritt lassen?
Anziehen, aufstehen, gehen?!

Eigentlich wollte man ja schon vor Stunden weg sein
und just in dem Moment,
weiß man plötzlich auch warum.

Er stellt den Wecker nach,
wieder folgen Arme.
Und ich bekomme 'Zeitpanik'.
Was wenn er möchte,
dass man so früh wie möglich geht?

Ein bekennender Morgenmuffel
und das Fräulein steht nur ungern im Weg.
Ihr dürfte man es vermutlich auch nicht.
Der erste Weg ins Bad darf nicht blockiert sein
und Worte spart man nur zu gerne,
zumindest vor dem ersten Schluck Koffeein.

Und überhaupt:
Küssen ohne Zahnbürste oder nicht?
Oder gar gar nicht?
Was denn nu?


Er öffnet die Augen
und küsst mich.
'Gut geschlafen?' fragt's.
'Klar.' sage ich.

Photobucket

Als er im Bad verweilt,
mache ich mich fertig.
..versuche zumindest meinen Kopf ansehnlich zu bändigen.
Mehr als vergeblich.

Und als er wieder vor mir steht
und meine Aufbruchsstimmung wahr nimmt,
sagt er
'Du willst schon gehen?'
'Ja.' sagt das Fräulein und meint das durchaus ernst.
'Ernsthaft??' fragt's.
'Ja...?!' das Fräulein jetzt irgendwie verunsichert.
'Du verkennst die Situation.
...das hier ist kein Stundenhotel.
Ich habe offiziell für 2 gebucht.
...Frühstück?'
'Ok?'
'Ok.
Kaffee reicht.'

'Pass auf dich auf.' sagt er zum Abschied
und grinst mich an.
'Was?' frage ich
'Deine Haare.'
'Ich weiss...' sagt das Fräulein latent selbst genervt.
'Süss.' sagt's
und wuschelt nochmal absichtlich durch.
'Pass du, auf dich auf.'
sage ich,
man küsst sich und geht winkt.
Er nach links ost.
Ich nach rechts west.

Makeupfrei Nackte Tatsachen,
ein geteiltes Bett,
kuscheln,
schnarchen,
und Frühstück.
Schon fast wie 20 Jahre verheiratet.
Das Fräulein knapp vor überfordert zu viel.

Más, más, más por favor. schreit der Bauch.
Ne, lass mal lieber. sagt der Verstand
und hat vermutlich recht,
denn:
Miteinander nebeneinander schlafen,
füttert das Emotionsmonster.

Allein die Dosis macht das Gift.

Herr Oh.,
ich weiß zwar nicht,
wo wir
-geographisch gesehen-
waren,
aber ich danke trotzdem für's kommen.

Ihr Gesicht dabei ist einfach immer göttlich.

[ 2♥en. Eine Leidenschaft. Ein Rhythmus.
Aye que rico.
]

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aber so grosso modo gesehen... klingt eigenglich doch ziemlich gut. Auch das *knapp vor zu viel* ... find ich.

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[822 Tage ohne Verstand.]
Letzte Aktualisierung:
04.02.2011, 13:02

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